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Die Tage sollen anders werden… blablabla

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Schon wieder.

Neuer Versuch.

v3.0 sozusagen.

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Neues Jahr, neues Glück. Sagt man. Jedes Jahr.


Wie viele Jahre müssen noch vergehen, damit meine Welt wieder anfängt sich zu drehen?

Tageweise, vielleicht auch mal eine Woche lange, bewegt sich was. Das passiert aber nur, wenn meine stillstehende, eingefrorene  kleine Welt mit den Gravitationskräften der Welt eines mir nahestehenden Menschen kollidiert.

Ich werde mitgerissen, mitgewirbelt und kurzzeitig ist in meinem Universum wieder alles so, wie es sein sollte. Bunt. Laut. Sterne.

Bis auf einmal wieder alles stillsteht, weil ich mich nicht bewegen kann.                 Lethargische Angst-Starre.

Zurück? Nie mehr.

Nach vorne? Abgrund.

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Ich weiß nicht.

Ich muss nachdenken. Schon wieder. Noch mehr.

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ein alter bekannter

Es ist ja doch noch da.

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Eigentlich dachte ich ja, ich wäre es los, es wäre verschwunden und würde so schnell nicht wieder kommen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das wirklich geglaubt habe.

Zumindest aber war ich mir sicher, ich hätte es ordentlich aufgeräumt, gut eingepackt, und es in irgendeiner Ecke wegversteckt.

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Unvorbereitet und überraschend. Jetzt trifft es mich dafür um so mehr.

Das Gefühl und die Einsicht.

Die Einsicht, dass es wohl nie ganz verschwunden war und meine Naivität, die mich das glauben lassen hat. Viel mehr wünschen lassen hat.

Das Gefühl von sprachloser, herzpochender Hilflosigkeit und lähmender Verzweiflung, das man mit niemandem teilen kann.

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Aufs Einschlafen warten.

heute ist anders

Die Leute lügen, wenn sie sagen, nichts sei so stark wie die Liebe.

Das ist eine der größten und gemeinsten Lügen überhaupt. Liebe ist nicht stark. Sie ist so verletzlich wie nur irgendwas. Und wenn wir nicht achtgeben, dann zerbricht sie wie Glas.

(-Arakdien brennt)

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Das hätte ich noch vor ein paar Monanten genau so gesagt. Die Hand für die Wahrheit dieser Aussage ins Feuer gelegt.

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Aber heute ist alles anders.

Die Tage … und die Nächte auch.

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Kleines Solo

Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.

Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist …
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Erich Kästner

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Ich bin ein Gedicht-Mensch… ich mag, wie die Worte eines guten Gedichtes zu einem Gesamtkonstrukt verschmelzen und nach dem Lesen ein Gefühl hinterlassen.

.. früher …

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell sich eine miserable Gegenwart…

…  IN EINE GUTE ALTE ZEIT VERWANDELT.

gute alte zeit

fehlt

from welcome to utopia.

Der Zahn Der Zeit

Der Zahn der Zeit.
Er nagt und knabbert.
Ganz heimlich still und leise und ehe ich mich versehen habe ist es schon 1 Monat später.
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Mein bald bevorstehender Geburtstag ist für mich kein Tag der Freude, sondern eher ein unausweichlicher Tag des Grauens, denn damit bestätigt mir die Zeit, dass wieder ein Jahr vergangen ist.
Ein unumgänglicher Meilenstein, sozusagen.
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Ich hab ein bisschen Angst vor dem Älterwerden, oder besser gesagt der Zeit.
Nicht vor dem Älterwerden wie in: Falten, Botox, graue Haare, senil und debil sein,… sonder eher Angst davor, noch eine lange Zeit so unglücklich und traurig zu sein wie die letzten Monate.
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Es sind schon 9 Monate vergangen aber mein kleines, betongraues Herz hat immernoch große Risse. Ich habe Angst, dass noch viel mehr Zeit ins Land streicht, bis ich diese Risse kitten kann. Ich habe Angst, dass noch mehr Zeit verstreicht in der ich immernoch hilflos zusehen muss wie das Leben und andere fröhliche Menschen an mir vorbeihetzen ohne sich umzudrehen. Und der Geburtstag, in einernhalb Wochen ist wie ein Schild, dass ich nicht umgehen kann welches mir sagt:

„Sie sind jetzt schon fast 10 Monate unglücklich! Herzlichen Glückwunsch!“

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Wo ich aber auch gerade schon beim Zahn der Zeit und und bei „nagen“ bin, bietet sich auch an,  mein kleines Nagezähnchen, a.k.a Kaninchen Maja  in diesen Blogpost mit einzubringen.

Als Prokrastinationsmaßnahme habe ich heute ein wenig mein Fotoarchiv aufgeräumt und  ein paar Bilder von dem Tag, an dem ich Maja bekommen habe, gefunden.

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Konnte ich gar nicht glauben, wie klein, putzelig und süß sie „damals“ war und wie sich das in diesem einen verstrichenen Jahr verwachsen hat. Damit ist bewiesen, auch an Nagetieren nagt der zahn der Zeit!

Maja 1

maja 2

maja 3

Habe gerade beschlossen, dass ich dem Ninchen wohl auch mal einen Blogeintrag widmen werde (irgendwann!)