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Der Lord Voldemort under den Blogs.

Hallo.

Hallo!

Hallo?

Jedes Jahr versuche ich es erneut und es ist immer wieder, genauso wie die letzten ca. 15  Jahre  von guten Silvesertvorsätze, zum kläglichen Scheitern verurteilt.

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Zu meinem anstehenden viertel-jahrhundertigen Lebensjubiläum jedoch, räume ich mir einfach noch einen Versuch ein und nehme mir vor, diesen Blog wiederzubeleben (wenn das überhaupt möglich ist – denn theoretisch müsste das bei den vielen Widerbelebungsversuchen/tausend Toden  schon ein Blog-Zombie sein – oder eben der Lord Voldemort under den Blogs und dieser Versuch ist jetzt eben der vierte Horkrux, ihr wisst schon…).

Was ihr also hier erwarten könnt – alles, was so in meinem Kopf vorgeht (und das ist ein ganz schön vieleitiges Durcheinander), Movie Reviews, ärgerliche Beschwerden (früher war alles besser!!) , Herzeleid und Sonnenschein-Momente, coole aber nutzlose Dinge, das Internet, Design, Bamberg – Berlin, demnächst vermutlich noch ein Redesign des Blogs und einen neuen Blog-Namen (der aktuelle ist doch etwas melancholisch und depri), Neuerrungenschaften, Erkenntnise (falls vorhanden),  manchmal süße Tierfotos… und so.

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Und damit ihr auch gleich motiviert seid, hier gleich noch ein extra süßes Tierfoto fürs Wochenende:

suess



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und wo wir schon bei Voldemort waren:

heute ist anders

Die Leute lügen, wenn sie sagen, nichts sei so stark wie die Liebe.

Das ist eine der größten und gemeinsten Lügen überhaupt. Liebe ist nicht stark. Sie ist so verletzlich wie nur irgendwas. Und wenn wir nicht achtgeben, dann zerbricht sie wie Glas.

(-Arakdien brennt)

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Das hätte ich noch vor ein paar Monanten genau so gesagt. Die Hand für die Wahrheit dieser Aussage ins Feuer gelegt.

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Aber heute ist alles anders.

Die Tage … und die Nächte auch.

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Kleines Solo

Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.

Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist …
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

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Erich Kästner

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Ich bin ein Gedicht-Mensch… ich mag, wie die Worte eines guten Gedichtes zu einem Gesamtkonstrukt verschmelzen und nach dem Lesen ein Gefühl hinterlassen.

Lieblingsgedicht.

Manchmal lese ich einen Text, bin spontan und sofort davon eingenommen und begeistert.

Ich weiss nicht ob es an der Wortwahl, den Themen, den Stilmitteln oder an geheimnisvoll mysteriösen Elementen liegt, dass ich mich  in einen Text verliebe, aber solch ein Text ist das folgende Gedicht, das ich gleich nach dem ersten Lesen in mein kleines Herzchen geschlossen habe.

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i carry your heart with me by E. E. Cummings


i carry your heart with me(i carry it in
my heart)i am never without it(anywhere
i go you go,my dear; and whatever is done
by only me is your doing,my darling)
i fear
no fate(for you are my fate,my sweet)i want
no world(for beautiful you are my world,my true)
and it’s you are whatever a moon has always meant
and whatever a sun will always sing is you

here is the deepest secret nobody knows
(here is the root of the root and the bud of the bud
and the sky of the sky of a tree called life;which grows
higher than the soul can hope or mind can hide)
and this is the wonder that’s keeping the stars apart

i carry your heart(i carry it in my heart)

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Immernoch.

Ich habe das Gedicht in letzter Zeit (aufgrund der Thematik und meiner Situation) gemieden, ich gebe es zu.

Nachdem ich es gerade zum 5. mal gelesen habe macht es mich ein bisschen traurig. Es berührt mich immernoch. Ein bisschen anders als vorher. Verzweifelter, aussichtsloser, ruheloser. Immernoch fühlt es sich für mich an, als wäre das die einzige und unabdingbare Wahrheit.

Deshalb,… Lieblingsgedicht.