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LomoLove

Ganz ungewohnt:

Ein bisschen aufregend und schon voller Neugier und Vorfreude geht man zum Fotolabor, um den Film abzuholen. Ist es was geworden? Und wenn ja, wie sieht das jetzt aus?

Dieses Gefühl ist mir beim digitalen Fotografieren total fremd geworden, denn sobald der Auslöser betätigt wurde, kann man das Ergebnis sofort bewundern und bei Nichtgefallen eventuell noch mal mit einer anderen Einstellung so 1000-2000 Versuche machen.

Mit der Lomo will das Motiv vorher sorgsam ausgewählt sein, denn es gibt nur einen Versuch.

So kam es auch, dass das Füllen des ersten Films fast 2 Wochen benötigt hat, denn ich wollte ja nicht einfach irgendwie drauflos knipsen.

Die Ergebnisse:

:)

Vielleicht noch nicht perfekt. Ein paar coole Fotos waren aber auf jeden Fall dabei. Außerdem hatten  wir ja den „das erste mal weiß man noch nicht so genau“ Bonus.
Das analoge Fotografieren fühlt sich an wie eine kleine Wundertüte: man ist neugierig, will wissen was es ist, wie es aussieht,erinner mich an damals.

Was ich jetzt schon weiß – ich will MEHR!



 

flugexperiment

selbstportrait.

Juli/2010

ein alter bekannter

Es ist ja doch noch da.

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Eigentlich dachte ich ja, ich wäre es los, es wäre verschwunden und würde so schnell nicht wieder kommen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das wirklich geglaubt habe.

Zumindest aber war ich mir sicher, ich hätte es ordentlich aufgeräumt, gut eingepackt, und es in irgendeiner Ecke wegversteckt.

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Unvorbereitet und überraschend. Jetzt trifft es mich dafür um so mehr.

Das Gefühl und die Einsicht.

Die Einsicht, dass es wohl nie ganz verschwunden war und meine Naivität, die mich das glauben lassen hat. Viel mehr wünschen lassen hat.

Das Gefühl von sprachloser, herzpochender Hilflosigkeit und lähmender Verzweiflung, das man mit niemandem teilen kann.

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Aufs Einschlafen warten.

Langsam. Vielleicht.

Seit fast zwei Jahren habe ich keien Fotos mehr gemacht.

Als sich damals die Ereignisse überschlagen haben, habe ich vieles verloren, auch die Gefühle, die ich sonst durch und in Fotos verarbeitet habe. Nichts auf der Welt hätte  die ungeheurere Sprachlosigkeit und Leere  ausdrücken oder darstellen können. Lieber schweigen als wieder und wieder am Versuch sich auszudrücken zu wollen kläglich zu scheitern.

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Versuche sind gescheitert.

Aufmunternde Worte haben nicht geholfen.

Der Kauf einer neuen und besseren Kamera hat nichts genutzt.

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Diese Woche habe ich dann doch noch einen Versuch gewagt.

Langsam.

Vielleicht.


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fehlt

from welcome to utopia.

Selfportrait 04/2009

crushcrushcrush

© Katharina Fösel